St. Martinus

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Pfarrkirche St. Martinus
Erbsengasse 3
65795 Hattersheim

Über das Gotteshaus

Die katholische Pfarrkirche St. Martinus steht in der Mitte des alten Ortskernes, zugleich an seiner höchsten Stelle (100 m über Meereshöhe). Bereits im Mittelalter stand hier eine Kapelle, später die Pfarrkirche. Das heutige Gotteshaus ist in 2 Bauperioden entstanden: Das barocke Kirchlein mit Dachreiter wurde als südliches Querhaus in die neuromanische 3schiffige Pseudo-Basilika integriert.

Die barocke Kirche entstand 1747. Sie dient heute als Eingangszone, ihr Chor als Taufkapelle. Aus der Barockkirche erhalten ist die Kanzel. Ausgelöst durch das starke Bevölkerungswachstum, wird die Kirche 1913 - 1915 erweitert. Die Leitung hat der Mainzer Dombaumeister Ludwig Becker. St. Martinus ist heute ein sehr schönes, weiträumiges und helles, in der Gesamtwirkung wie im einzelnen stimmiges Gotteshaus, das barocke, romanische und Jugendstil-Elemente (z. B.: Turmhaube, Bauplastik) gekonnt vereint.

Ortsbildprägend ist der rund 60 m hohe Kirchturm mit Drillingsfenstern und seiner überhöhten, doppelt geschwungenen Haube. Die Südost-Fassade mit Haupteingang und Rosette ist der barocken Kirche vorgelagert, letztere wiederum in das Langhaus integriert. Das Langhaus ist dreischiffig, das Mittelschiff erhöht. Es handelt sich um den Bautyp der Pseudo-Basilika, denn das Mittelschiff besitzt kein eigenes Licht, weil ein Obergaden mit Fenstern fehlt. Die Pfeiler des Mittelschiffs sind weit gestellt. Ein Tonnengewölbe, in 3 Joche gegliedert, bildet die Decke. Der Chor liegt im Nordwesten und ist halbrund geschlossen. In Apsiden enden hier auch die Seitenschiffe.

Von den ursprünglichen Glasfenstern (Glasmaler August Martin, Wiesbaden) sind vor allem die Chorfenster mit den 7 Sakramenten erhalten. Darüber in der Kalotte Christus Pantokrator (Gemälde von Schilling, Karlsruhe, um 1925).

Beachtenswert auch die 3 älteren Altäre: Marienaltar (1915), Hochaltar und Herz-Jesu-Altar (1930), alle aus der Eltviller Werkstatt von Hans Steinlein.

Die Orgel - ursprünglich von 1936 - verfügt nach mehreren Umbauten heute über 35 Register auf 3 Manualen und Pedal. Die Traktur ist elektropneumatisch, das Klangbild an der Spätromantik orientiert.

Die 4 Bronzeglocken mit schönstem Jugendstildekor und einem Gesamtgewicht von 4 t wurden bei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher / Westfalen gegossen und im Januar 1914 geweiht. Sie erklingen in den Tönen D, F, G und A.

Literatur: Struck, Wolf-Heino: Geschichte von Hattersheim, Hattersheim 1964

Gottesdienste
Sa
17:30 Rosenkranz
18:00 Vorabendmesse
So
11:00 Hochamt


Übersicht aller Gottesdienste