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Bischof Franz-Peter kommt zur Gelobten Wallfahrt

Hochamt an der Hofheimer Bergkapelle am Sonntag, 4. Juli, 9.30 Uhr:

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird in diesem Jahr den festlichen Gottesdienst an der Hofheimer Kapelle mit den Pilgern der „Gelobten Wallfahrt“ feiern. Das Hochamt beginnt am Sonntag, 4. Juli 2010, um 9.30 Uhr an der Hofheimer Bergkapelle.

Die Wallfahrt zur Bergkapelle startet an diesem Tag um 7.00 Uhr an der Pfarrkirche St. Martinus in Hattersheim 1. Eine erste Station befindet sich am Hattersheimer Schwimmbad. An der nächsten Station in der Krifteler Kirche schließen sich Pilger aus dieser Vortaunus-Gemeinde an. Weiter geht es nach Hofheim mit einer Station am Kriegerdenkmal. Über das Exerzitienhaus führt der Weg dann hinauf zur Bergkapelle. Für die Rückfahrt nach dem Gottesdienst steht dann ein Bus am Exerzitienhaus bereit.

Die „Gelobte Wallfahrt“ ist eine alte Hattersheimer Tradition. Mit der Bitte um Verschonung von der Pest, die damals im Maingebiet wütete, hatte der Hofheimer Pfarrer Johannes Gleidner mit einer Prozession am 3. Juni 1666 die Erbauung der Bergkapelle eingeleitet. Die erste Kapelle entstand im Folgejahr. Seit 1669 machen Christen aus Hattersheim, Kriftel, Hofheim, Kelkheim und Frankfurt-Zeilsheim nahe am 2. Juli, dem Fest Mariä Heimsuchung, einen feierlichen Bittgang zur Kapelle. Die Kapelle wurde 1772/73 neu gebaut und vergrößert, 1851 bis 1857 erneuert.

Als die nassauische Regierung Prozessionen über Gemeindegrenzen hinaus im ganzen Lande verbot, wandten sich 1817 die Gemeinden Hattersheim, Kriftel und Hofheim an die Regierung in Wiesbaden mit der Bitte, ihnen den jährlichen angelobten Bittgang zur Hofheimer Kapelle zu gestatten. Sie sei vor 150 Jahren von diesen drei Gemeinden erbaut worden, und sie seien damals und seitdem von der Pest verschont geblieben. Der Tag sei in der allgemeinen Volksmeinung geheiligt. Doch die Wiesbadener hatten zunächst kein Einsehen. Erst später lebte der Brauch wieder auf. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stifteten die mit der Kapelle verbundenen Gemeinden die heute vorhandenen bunten Glasfenster. Die Hattersheimer sorgten für ein Fenster, das den heiligen Martin darstellt - den Schutzpatron von Hattersheim 1 und Eddersheim.

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