Katholische Kirchengemeinde
St. Martinus Hattersheim
im Pastoralen Raum Hattersheim
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Pfarrkirche St. Martinus

Die Kirche wurde in den Jahren von 1913 bis 1915 unter dem damaligen Pfarrer Bardenheier erbaut, da die alte Kirche aus dem Jahre 1747 zu klein geworden war. Des Ortsbildes wegen wollte die damalige Landesregierung die Vorgängerkirche soweit wie möglich erhalten sehen, und so wurden der Chorraum der alten Kirche (die heutige Taufkapelle) und der Dachreiter mit dem alten Kirchturm in die neue Kirche mit einbezogen. Der neue Kirchturm ist 58,50 Meter hoch, und in ihm hängen vier Glocken.

Die Kirche wurde im neuromanischen Stil von Dombaumeister Professor Becker aus Mainz entworfen. Schutzpatron der neuen Kirche blieb wie bei der alten Kirche der Heilige Martinus. Im Zuge der Innenrenovierung von 1985 bis 1989 wurde weitgehend, was die Ausmalung angeht, der ursprüngliche Zustand der Kirche wieder hergestellt. Neu errichtet wurden - den Beschlüssen des 2. Vatikanischen Konzils entsprechend - die Altarinsel mit dem Zelebrationsaltar, in den eine Reliquie der Heiligen Hildegard von Bingen eingelegt ist.

Besonders erwähnenswert sind die schönen Chorfenster, die die Sieben Sakramente darstellen und die Madonnenstatue aus dem 16. Jahrhundert in der Taufkapelle, die ursprünglich an der Außenwand des alten Chores stand. Sehenswert sind auch der Taufstein aus dem 14. Jahrhundert und die klassizistische Kanzel (um 1800).

Unter dem Chorraum der Kirche befindet sich die Krypta. Dort werden Kinder- und Gruppengottesdienste abgehalten, und sie wird für Werktagsgottesdienste genutzt. In der Krypta steht eine Pietá zur Verehrung.
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