Rosenkranz

Murmeln, nicht plappern! 

Der Rosenkranz ist ein meditatives Gebet. Das Wiederholen bestimmter Worte spielt dabei eine wichtige Rolle. (In gewisser Weise erinnert das an fernöstliche Mantras.) Der Wert der Wiederholung liegt nicht in der Anhäufung von Worten, sondern im Rhythmus des Sprechens, der die Seele zur Ruhe kommen lässt und sie auf die Begegnung mit Gott einstimmt. Die hebräische Bibel kennt das Wort „"hagah", das zugleich „"murmeln" und „"nachsinnen" bedeutet. Auch beim Rosenkranz ist das gleichmäßige „"Murmeln" eine Hilfe, sich zu vertiefen und über all das "„nachzusinnen", was Gott uns in Jesus Christus geschenkt hat.  „Rosenkranz beten ist nichts anderes, als mit Maria das Antlitz Christi betrachten.“

Die einzelnen Gebete werden symbolisch als „Rosen“ gedeutet, die einen „"Kranz" bilden. Der Kranz ist Symbol des ewigen Lebens. Auch die Schnur oder Kette, die zum Zählen der Gebete verwendet wird, nennt man Rosenkranz. Wie jedes meditative Gebet setzt auch der Rosenkranz ein gewisses Maß an Übung voraus, ehe er für das spirituelle Leben als hilfreich erfahren wird.

Im Kloster entstanden

Der heute übliche Rosenkranz geht auf eine Vorform zurück, die der Karthäusermönch Dominikus von Preußen im 14. Jahrhundert in Trier entwickelt hat. Den Brauch, Gebetsschnüre zu verwenden, gibt es auch im Islam und in den Religionen Indiens.

Keine Vorschrift

Es gibt keine kirchlichen Vorschriften, wie der Rosenkranz zu beten ist. Er kann in gesamter Länge oder teilweise (z.B. nur ein Gesätz), allein oder in Gemeinschaft - abwechselnd zwischen Vorbeter und Gemeinde oder zwischen zwei Gruppen - gebetet werden.

Termin
Mo
16:00 in St. Martinus
Di
17:15 in St. Martin
Sa
17:30 in St. Martinus