Bericht: Vortrag bei Kolping am 20.03.18 „Die Päpste des 20. Jahrhunderts“
31.03.2018 18:26

Zu Beginn seines Vortrags gab uns Pfarrer Klee die Aufgabe Bilder der Päpste des 20. Jahrhunderts in richtiger Reihenfolge aufzuhängen. Bei den Päpsten der 1.Hälfte des Jahrhunderts war es nicht immer einfach. Es waren 8 Italiener und 1 Pole. Wenig bekannt ist, dass von den 9 Päpsten 6 aus Arbeiterfamilien stammten und die Päpste die Gewänder ihrer Vorgänger weiter verwendeten. Während die Päpste am Anfang des Jahrhunderts den Vatikan nicht verliessen, hat Paul VI als erster Papst auch fernere Länder wie z.B. Afrika, Südamerika, Asien, das heilige Land bereist. Er förderte auch die Internationalisierung der Kurie. Johannes Paul II unternahm 104 Auslandsreisen, er galt als Medienpapst.

Die Päpste wirkten innerkirchlich durch Enzykliken wie z.B. Leo XIII durch „Rerum Novarum“, die erste Sozialenzyklika, Johannes XXIII durch die Sozialenzyklika „Mater et Magistra“ . Es wurden neue Feste eingeführt wie das Christ-Königs Fest unter Pius XI. Pius XII führte eine neue Form der Liturgie der Osternacht ein ebenso die Abendmesse. Ein besonderer Einschnitt war das II. Vatikanische Konzil, das von Johannes XXIII begonnen und von Paul VI weitergeführt wurde. Unter Papst Pius XI wurden die Lateranverträge mit Italien geschlossen, die die Souveränität der Vatikanstadt festschrieben und 1933 das Konkordat mit Deutschland.

Die Päpste versuchten immer wieder Kriege zu verhindern und in Konflikten zu vermitteln. Pius X warnte eindringlich vor dem 1.Weltkrieg, sein Nachfolger der Friedenspapst Benedikt XV bat ohne Erfolg um Einstellung der Kampfhandlungen, er setzte sich für Verwundete, Kriegsgefangene und Zivilbevölkerung ein. Sein Nachfolger Pius XI wies in seiner Enzyklika „ Mit brennender Sorge“ auf die Bedrohung durch den Nationalsozialismus hin. Johannes Paul II hatte maßgeblichen Einfluss bei dem Erfolg von Solidarnosc und der Öffnung des eisernen Vorhangs.

Bericht: Ute Weidmann